Drittanbieter bei Amazon und ihre Tücken…
Bis vor kurzem fand ich, dass Amazon eine tolle Sache ist. Das mag es wohl auch sein, solange alles problemlos abläuft, denn bei Problemen funktioniert das so:
Ich hatte mir Sims 3 über Amazon vorbestellt. Laut Beschreibung und Abdruck des Covers handelte es sich um eine deutsche Version von Sims 3, welche sogar 2 Tage vor Release ausgeliefert werden sollte (laut Angaben bei Amazon). Der Versand sollte durch einen Drittanbieter erfolgen.
Da der Preis auch gerade einige Euro billiger war, als woanders, habe ich es also direkt da bestellt. Direkt einen Tag später bekam ich eine Email, in der geschrieben stand das Spiel würde vor Release am xx-sten abgeschickt und käme zwischen dem x-sten und y-sten an. Der Lieferzeitraum war noch vor offiziellem Release des Spiels.
Darüber freute ich mich natürlich, denn das Spiel so früh zu bekommen wäre ja super. Also wartete ich.. und wartete und wartete.. am letzten Tag der Lieferfrist kam das Spiel noch immer nicht an und ich schaute bei Amazon in die Informationen zu meiner Bestellung und fand plötzlich einen neuen Liefertermin, nachdem vor Release abgeschickt und an Release geliefert werden sollte. Also wartete ich wieder… und so ging auch der Releasetag an mir vorbei und in der Information über meine Bestellung gab es keine veränderten Informationen (daran hat sich dann bis zur Lieferung auch nichts geändert).
Da das Spiel also in der Zwischenzeit bereits erschienen ist, entschloss ich mich das Spiel abzubestellen. Doch.. was ist das? Man kann gar nicht abbestellen… Warum? Weil die Lieferung ja unterwegs ist (angeblich) und deswegen ist der Button zum abbestellen schon weg. Na gut, dachte ich mir, schreibe ich die Firma eben mal an und frage nach was da los ist.
Als Antwort (es war allerdings keine direkte Antwort sondern einfach nur Zufall) bekam ich eine Email in der darauf hingewiesen wurde, dass das Spiel in England nun offiziell erschienen sei und man es direkt importieren würde und sobald es bei der Firma ankäme würde man es an mich senden… Hö? England? Importieren? … Also schrieb ich die Firma wieder an, das sie die Bestellungen stornieren sollen und ich das Spiel nicht mehr haben will, da mir das ganze Hin und Her langsam zu doof wird.
Am nächsten Tag klingelt es an der Tür und das Spiel ist da. Ok, also habe ich es angenommen. Ich öffne also die Verpackung und finde eine leicht zerkratzte englische Version von Sims 3 vor. Ich entferne die Einschweißfolie, öffne die DVD Box und schwupps, mir fällt die DVD entgegen. Dazu dann noch ein Nippel von der Halterung der DVD. Schön, Handbuch ist englisch, Verpackung ist englisch. Spielbar ist es aber immerhin auf deutsch.
Danach schreibe ich also eine übelst schlechte Bewertung für die Firma und stelle dabei fest das Unmengen von Leuten das selbe Problem haben, die wenigsten aber weniger als 4 von 5 Punkte vergeben grml. Ich beschreibe also den Zustand der Verpackung und weise darauf hin das das Spiel nicht KOMPLETT in Deutsch ist und das man niemanden bei dem Verein da erreicht. Dazu beschrieb ich den Fall in einer Email und sendete diese an Amazon.
Was kam nun dabei raus? Nun, der Shop verkauft weiterhin und bekommt 3-4% schlechte und 2-3% Neutrale Beurteilungen (und viele böse Kommentare ohne schlechte Bewertung), Amazon hat mir mit einer Standartmail geantwortet und ich habe unter meine Bewertung vom Shopbetreiber diese Antwort bekommen:
“Hallo, Kunden die uns nicht anschreiben, können wir auch nicht zurückschreiben. Wie kann die Hülle zerkratzt sein, wenn das Spiel original verschweißt ist? Hier hat sich wohl wieder die Konkurrenz einen Spaß erlaubt”.
Und diese Antwort ist, was mich am meisten Aufregt an dem ganzen Fall. Denn nochmals darauf antworten geht auch nicht. Als wenn ein Konkurrent ein Spiel dort bestellt damit er eine schlechte Bewertung schreiben kann, ist klar. “Wie kann die Hülle zerkratzt sein, wenn das Spiel original verschweißt ist?” – Die Folie ist ein Bruchteil eines Millimeters dick, Hülle vs. Folie.. wer gibt da wohl zuerst nach? Tz…
Nun kommen wir zum zweiten Problem, dass das Fass zum überlaufen gebracht hat. Eines Morgens ist das Amazonkonto komplett gesperrt, ohne eine Information darüber warum. Und auf dem Konto konnte man ja schlecht schauen weil man nimmer einloggen konnte. Also musst ich Amazon anrufen. Dort bekam ich die Information das eine Firma angegeben hätte ich hätte nicht gezahlt und müsste den Betrag erst nochmal an Amazon überweisen. Da ich noch eine Bestellung am Laufen hatte und nicht wusste wie ich da drankomme, habe ich erstmal gezahlt. Das Amazonkonto allerdings blieb gesperrt. Nach stolzen zwei Wochen wurde mein Konto wieder freigeschaltet. Allerdings kann ich jetzt nur noch mit Kreditkarte zahlen und das Geld sehe ich irgendwie auch nie wieder.. War zwar nicht soviel, aber genug ums nicht zu verschenken. Der Anbieter ist nun fein raus und ich schuldig!?
Von daher: Finger weg von Drittanbietern, und bei Problemen wendet Euch nicht an Amazon
