Papa, Mama, Zombie oder: Die Killerspiele der 80er
Wir schreiben das Jahr 1984. Ehemalige Pornofilmhändler haben sich in Ermangelung sonstiger Qualifikationen eine neue anspruchsvolle Berufsbezeichnung zugelegt: “Videothekar”. Diese Persongruppe verleiht brutalste und realistische Horrorgewaltexesse auf VHS. Schon Kinder und Jugendliche kommen in jüngsten Jahren damit in Kontakt. Diese Dokumentation belegt eindeutig das Jugendliche durch den Konsum von Horrorfilmen schlechter in der Schule sind und schneller zur Gewalt neigen. Das haben Schüler selbst bestätigt.
Na dann: “heidewitzka”…
Man könnte sich den Spaß gönnen und einfach das Wort Horrorfilm durch das Wort Killerspiel ersetzen und wird feststellen das sich eigendlich an der Berichterstattung nicht viel geändert hat… nun ja.. bildet Euch Eure eigene Meinung

Ein wenig am Thema vorbei:
1984/85 war auch das Jahr wo erstmals Computerspiele auf den Index gesetzt wurden. Solche Gewalt verherrlichende Spiele wie River Raid, Beach Head 2, Raid over Moscov etc. pp. Das witzige war aber, das stets illegale Kopien von diesen Spielen zur Sichtung an die damalige Bundesprüfstelle eingereicht wurden. Das konnte man dann als “fachkundiger” Leser von Zeitschriften wie Happy Computer oder 64′er sofort erkennen. Zu der Zeit konnten diese Computermagazine die entsprechende Indexliste noch abdrucken, ohne das es als Werbung galt. Es war schon sehr interessant zu lesen, von welchen dubiosen Quellen die BPJS, wie sie damals hieß, ihre Spiele bezogen.
Ein Dankeschön für den Link. Diese Dokumentation ist ein Stück Zeit- und Fernseh-Geschichte. So hölzern wie da geredet wird (z.B. der Rektor oder der Uni-Professor)) findet man heute in TV-Dokumentationen kaum noch.